Das Liszt-Museum zu Besuch in Paris
Im Juni unternahmen Mitarbeitende des Liszt-Museums eine Fachreise nach Paris. Während ihres mehrtägigen Aufenthalts besuchten Direktor Máté Cselényi sowie Anna Peternák, Blanka Pászthory und Diána Mátrai mehrere kulturelle Einrichtungen, um neue Kooperationen anzubahnen.
Zu den Stationen ihrer Reise gehörte auch das Ungarische Liszt-Institut in Paris, wo sie sich mit der Direktorin Adrienne Éva Burányi über die Möglichkeit eines gemeinsamen Projekts austauschten. Geplant ist, in den kommenden Jahren eine derzeit im Liszt-Museum vorbereitete Ausstellung im Ungarischen Institut in Paris zu präsentieren. Begleitet werden soll sie von einem Konzert mit ungarischen Künstlerinnen und Künstlern sowie einer Meisterklasse.
Die Delegation besuchte außerdem die Bibliothèque nationale de France (BnF), wo sie vom Leiter der Musikabteilung, Mathias Auclair, empfangen wurde. Hinzu kam der Liszt-Forscher Nicolas Dufetel, der dem Liszt-Museum seit vielen Jahren verbunden ist. Im Richelieu-Gebäude der Nationalbibliothek präsentierte er den Gästen mehrere Liszt-Handschriften, darunter das unvollendet gebliebene Spätwerk Sankt Stanislaus, ein Oratorium. Neben künftigen Forschungsmöglichkeiten wurden dabei auch gemeinsame fachliche Veranstaltungen und Projekte erörtert.
Ein weiterer besonders inspirierender Programmpunkt war der Besuch der Maison de Victor Hugo, des ehemaligen Wohnhauses des Schriftstellers, das heute als Museum dient. Victor Hugo war nicht nur einer der bedeutendsten Schriftsteller und Dichter der französischen Romantik, sondern auch ein bemerkenswerter bildender Künstler. Die großzügigen Ausstellungsräume des Museums, die sich hervorragend für umfangreiche Präsentationen eignen, boten wertvolle Anregungen. Ebenso fruchtbar verlief das Gespräch mit Direktor Charles Villeneuve de Janti, der die Möglichkeit gemeinsamer Ausstellungsprojekte ins Spiel brachte.
Von besonderer Bedeutung war auch das Treffen mit Gaëlle Rio, der Direktorin des Musée de la Vie romantique (Museum der Romantik). Dabei zeigte sich, dass auch diese Institution großes Interesse an einer gemeinsamen Ausstellung zum Thema Franz Liszt und die französische Kultur hat, die in naher Zukunft realisiert werden könnte.

